Die Corneliusbrücke verbindet das Gärtnerplatzviertel mit dem Stadtteil Au. Von der Brücke aus besteht zudem ein Zugang zum Deutschen Museum, da die Brücke auch die Museumsinsel quert. Dieser Zugang wird durch vier Pfeiler mit Kugelbekrönung markiert. Durch die Inselüberquerung besteht die Brücke aus zwei etwas kürzeren Bogen im Osten (Spannweite 38 m) und einem etwas längeren westlichen Bogen (Spannweite 44 m). Begonnen wurde der Bau im Jahr 1902 und ein Jahr später erfolgte die Eröffnung.
Die Brücke wurde von Friedrich von Thiersch (1852-1921) entworfen ist eine der Brücken des Brückenbauprogramms von Sager & Woerner, zu dem auch die südwestlich benachbarte Reichenbachbrücke gehört. Ziel war es, nach den Einstürzen von 1899 hochwassersichere Brücken zu errichten.
Zur Geschichte der Brücke gehört auch das Denkmal für Ludwig II., das 1910 errichtet und 1942 eingeschmolzen wurde. Da große Teile des Denkmals eingelagert erhalten blieben, wurde im Jahr 2018 ein Wiederaufbau beschlossen, der sich aber durch die Covid-19-Pandemie und gestiegene Baukosten um mehrere Jahre verzögerte.